Änderung der Verkehrsführung am Concordiatunnel Schwachhausen.


Die Bremer Handelskammer und CDU hatten 2014 zur Voraussetzung für ihre Zustimmung zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP ) gemacht, dass auf der Schwachhauser Heerstraße in Höhe des Tunnels das Parken verboten wird, damit der Berufsverkehr zwei Spuren stadteinwärts zur Verfügung hat.

Man einigte sich schließlich auf einen Versuch: Fünf Monate sollte dieses ausprobiert werden, danach wird das Parken wieder für fünf Monate erlaubt.

Der Versuch wurde abgeschlossen und am 14. Oktober 2015 öffentlich durch den Senator Dr. Lohse vorgestellt. Hier das Ergebnis: 151001_Schwachhauser_Endbericht -Final-

Das Gutachten zum Verkehrsfluss am Concordiatunnel beweist

  • Die fragliche Stelle ist in der Lage, egal ob einstreifig oder zweistreifig den morgendlichen Verkehr aufzunehmen
  • 2 Fahrstreifen sind leistungsfähiger als ein Fahrstreifen
  • Der Zeitgewinn durch die Freigabe von zwei Fahrstreifen beträgt in der Hauptverkehrszeit (und nur dann) knapp 30 Sekunden.

Die gewonnenen knapp 30 Sekunden wird man an den nächsten beiden Ampeln stadteinwärts mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder verlieren, da die Leistungsfähigkeit dieser Ampeln nicht erhöht wurde und sich dort der Verkehr umso mehr staut je mehr Autos passieren wollen.

Fussgänger und Radfahrer, insbesondere Schüler, welche die Strasse überqueren, erfahren bei einer zweispurigen Straßenführung in den genannten Zeiten mehr Druck. Die Betrachtung der Gefahr ist zwar nicht Bestandteil des                        Gutachtens, wohl aber eine verkehrstechnische Aufgabe.

Die Forderung der Aufhebung Parkraumes im Bereich des Concordiatunnels ist eine Reminiszenz an die dogmatische, längst überholte Forderung der Handelskammer Bremen, nach einer Aufweitung der Schwachhauser Heerstrasse, vergangener Zeiten (2004). Verkehrsstörungen zu Hauptverkehrszeiten sind nie auszuschliessen. Insgesamt sind die Stauungen i in Bremen nicht einmal erwähnenswert, wenn man sich die teilweise dramatischen Verkehrsprobleme während der Rush hour anderer Städte ansieht.

Kommunalpolitisch betrachtet, leben im Quartier viele Mitbürger (ca.1500 Haushalte) und es sind in der Umgebung viele Geschäfte (ca. 40)

Daher ist es erforderlich

  • die mehr als 40 Parkplätze in diesem Bereich zu erhalten
  • Fahrradfahrern, Fussgängern eine sichere Querung der Schwachhauser Heerstrasse zu gewährleisten
  • den Parkdruck und den Lärm sowie die Immission durch zu schnell fahrende Fahrzeuge insbesondere in diesem Quartier für Alle zu mindern
  • den gewerbetreibenden in diesem Quartier mit den Parkplätzen eine gute Laufkundschaft zu sichern

Wenn durch die von der CDU und der Handelskammer 2014 geforderten Massnahmen tatsächlich mehr Arbeitsplätze und ein besseres Umfeld entstehen würden, könnte man die geforderte Massnahme nun unterschreiben. Da dem offensichtlich nicht so ist, kann die SPD- Fraktion im Beirat Schwachhausen die am 16. 10. 2015 beschlossene Massnahme:

Anordnung Halteverbot Montag bis Freitag 7:00 Uhr bis 10:00 Uhr zwischen Hollerallee und außer der Schleifmühle

nicht unterstützen. Wir machen Verkehrspolitik für Menschen und nicht nur für die Handelskammer. Die SPD Schwachhausen tritt dafür ein