Jolle Polyp: Rigg aktualisiert

Mittlerweile ist der Polyp der segelnde „Zweitwagen“ den man gerne benutzt. Nach der Arbeit am Waarschip 740; „Kurz zum Essen“ nach von Oldersum nach Ditzum; Mal eben ins Watt zum entspannen; Mitnahmeboot nach Kroatien. Die Leichtigkeit, die nicht wirklich komfortable Möglichkeit der Übernachtung, der variable Tiefgang und die Fähigkeit auch bei relativ geringem Wind gegen die starke Strömung der industrialisierten Ems segeln zu können bieten einen erheblich größeren Einsatzbereich im „Alltag“ als andere Boote.

Dennoch muss an den nicht so schönen Eigenschaften „gefummelt“ werden, dafür ist er ja auch noch gut und da. Eine besonders missliche Geschichte ist die des durchhängenden Vorstags, insbesondere bei halben Wind, gekoppelten mit einem weich getrimmten Rigg, in einem ebenso weichen Mast. Dieser ist ursprünglich drehbar gewesen und die Salinge relativ kurz um dieses möglich zu machen. Im Rahmen von Regattavorbereitungen (natürlich unmittelbar davor, ohne Tests) ist diese Idee umgesetzt worden die schon stark an Herrn Bergström und Herrn de Rigger erinnert. Die Salinge sind deutlich verlängert und der Winkel etwa 30° gepfeilt. Eigentlich logisch.

Langes Gefussel bis in die Dunkelheit und das Ergebnis nach umfangreichen Tests:

So siehts aus. Das Bild zeigt den Polypen im Heimathafen Oldersum direkt nach wunderschönen Rücktour von der Juistregatta 2019 und dem vorherigen Umbau auf Juist. Also schon getestet und für gut befunden: Das Rigg ist wesentlich stabiler, die Selbstwendefock arbeitet optimal unter allen Bedingungen.

pastoor

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