L’erreur

Kielschaft zweimal gebaut

Es läuft nicht immer alles so wie mensch es möchte und dann wird mitunter Sondermüll produziert.

Der Kielschaft für den kleinerenn Polypen ist so etwas wie der Prototyp für das größere W740. Die Kielbombe des Polypen wird maximal 50 Kg wiegen, die des W740 so etwa das zehnfache. Was also am Bau des Kielschaftes für den Polypen nicht gut funktioniert, kann am Kielschaft für das W740 vermieden werden. Die Auswirkungen von Fehlern beim Polypen sind nicht so gravierend wie beim W740.

Und so wird munter gebastelt: Profil rausgesucht, gedruckt, diskutiert, verworfen, nochmal von vorne. Schliesslich wurden schon vor vor längerer Zeit die Profil- und Festigkeit gebenden Komponenten aus Eiche hergestellt, die Gewindestange die die Kielbombe halten wird liegt auch schon länger rum und ein fleissiger Mensch hat sie schick eingefräst. Vieles davon gleich zweimal, den es liegen ja noch zwei unvollendete Polypen herum…Sicherlich eignet sich das Profil, sollte man es für ein anderen Zweck benötigen, auch eben für diesen.

Gerade noch rechtzeitig vor dem Besuch des alljährlichen Segelmekkas fertig, offenbart sich bereits am nächsten Tag nach dem Besuch der boot dass irgendwas nicht stimmt. Warum härtet das Epoxy so schlecht. Die Heizung war doch an, die Temperaturen sind doch i.O. Auch nach Tagen will die beliebte Klebe nicht funtionieren. Es bestätigt sich eine Wahrheit und auch Erkenntnis: Wenn man Harz zum Kleben mit Harz zum Laminieren als Härter benutzt ist die Aushärtezeit unendlich.

Irgendwie es aber auch gut: Es gibt keine Ausdünstungen, die Hautreizungen verursachen könnten.

Es hilft dann nichts anderes als sich seine nahezu grenzenlose Doofheit einzugestehen und den ganzen, schmierigen Kram auseinander zu ziehen. Die wesentlichen Teile müssen gereinigt und aufbereitet werden, der Rest steht unbeachtet in einer Ecke und oxidiert vor sich hin. Als Sondermüll.

Der Schaft sieht dann, noch einmal gebaut, so aus:

Rohling Kielschaft (hier schon auf dem „Prüfstand“

pastoor

#ingenieur #segler #sozialdemokrat #currywurst

Ein Gedanke zu „L’erreur

  • 23. Februar 2020 um 15:14
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    Guten Tag,
    als Deutschlehrer muss ich mich einmal über Groß- und Kleinschreibung sowie ihre Rechtschreibung beschweren.
    Ausser diesem Kritikpunkt finde ich ihre Arbeit, Herr Pastoor, außerordentlich interessant. Sie erledigen filigrane Arbeiten und grobe Arbeiten sehr geschickt und kombinieren dies mit viel Ideenreichtum. Ich bin sehr überzeugt von Ihrer Kielidee und freue mich Sie weiter verfolgen zu können.
    Vielen Dank für ihre ausgesprochen angenehme Art des Zeitvertreibs.
    Fred Heruniger

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