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Schüler sind keine billigen Arbeitskräfte!

Dieser Artikel wurde zuerst auf https://muskelkaterhb.wordpress.com/ veröffentlicht.

 

Das Schuljahr neigt sich langsam dem Ende zu und das Schulgebäude soll zu Beginn des nächsten Schuljahres wieder gut aussehen.

Daher soll die Schule geputzt, kleinere Reparaturen gemacht und die Wände gestrichen werden.

Nun gut für Reperaruren ist der Hausmeister verantwortlich, putzen lassen wir die Schüler an einem kollektiven Putztag (bei dem die meisten Putzmittel aus Taschen der Schüler und Klassenlehrer bezahlt werden), aber wer streicht die Wände?

Die Schule hat kein Geld dafür, also lassen wir die Schüler selbst streichen?

Schon im vergangenem Jahr gab es einen spontanen Befehl der Schulleitung die Klassen von den Schülern streichen zu lassen.

Dies führte zu versauten Klamotten (da keine Wechselkleidung), Streitigkeiten und kleineren Unfällen, welche ja ganz normal sind schließlich waren (und sind) wir alle keine Maler und hatten keine richtige Ahnung. Damals haben wir uns schon beschwert.

Dieses Jahr wurde uns angekündigt, dass wir unsere Klassen wieder selber streichen müssen, es hat letztes Jahr doch auch super funktioniert…

Nun haben wir also die Chance Wechselklamotten mitzubringen?

Manch Mitschüler ist der Meinung, wir müssten unsere Räume streichen, schließlich haben wir sie auch verdreckt.

Ich sehe das anders. Das ist normaler Verschleiß.

Wir sind Schüler, wir lernen in der Schule und das ist unsere Aufgabe. Dann gibt es auch noch Maler. Nach einer 3 Jährigen Ausbildung verdienen Maler ihre Brötchen damit, Wände zustreichen. Warum muss man also unausgebildete, lustlose Schüler streichen schicken, wenn Maler so ihre Familien ernähren?

Die Schule hat kein Geld Maler zu finanzieren?

Dann muss die Schulleitung Geld für das Streichen der Wände zurücklegen. Öffentliche Gelder (aus Steuern etc.) bekommt jede Schule um Lehrer, Hausmeister, Strom und Wasser sowie notwendige Renovierungsarbeiten zu bezahlen.

Wenn unsere Schule also kein Geld für einen Maler hat, ist sie entweder selber daran Schuld (indem Fall könnte doch die Schulleitung streichen?) oder sie sollte Schritte einleiten, um mehr Geld zu bekommen und davon einen Maler bezahlen zu können.

Aber Schüler sind nicht dazu da Wände zu streichen (im übrigen sind wir eigentlich auch nicht dazu da die gesamten Schule zu putzen).

Schüler sind keine billigen Arbeitskräfte, liebe Schulleitung!

Grüzzi:*

Unsere Schule gegen Rassismus!

Ein Artikel aus der Schülerzeitung „Muskelkater“.

Rassismus ist, wenn Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder aufgrund ihrer Religion beschimpft, gemobbt oder gar körperlich bedroht werden.
Das habt ihr auch schon einmal gehört oder erlebt? Dann komm und engagiere dich, weil es die Situation erfordert!
Wir handeln und helfen. Das Courage-Netzwerk bietet Schüler*innen einen angemessenen Rahmen für ihr bürgerschaftliches Engagement.
Wir wollen eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage werden, es braucht nur unseren Willen und das Selbstverständnis aktiv zu werden.
Unsere Schule wird den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekommen, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an der Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben. Also alle direkten Angehörigen unsere Schule (Schüler*innen, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen, Sekretär*innen, Hausmeister*innen, etc.).
Wir wollen uns dafür Zeit nehmen, jede Klasse einzeln aufzusuchen und über die Zielsetzung des Projektes zu diskutieren.
Den Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen, Sekretär*innen, Hausmeister*innen, etc. bieten wir an für weitere Informationen zu einem unser Treffen in der Pause zu kommen. Wahrscheinlich werden wir so erst nach längerer Zeit die erforderliche Anzahl von Unterschriften beisamen haben, aber wir haben uns dadurch ein Forum geschaffen in dem wir aktiv miteinander ins Gespräch kommen.
Kannst du dir vorstellen das Projekt an unserer Schule zu unterstützen?
Dann hilf uns!
Komm zu unseren Treffen und diskutier mit.
Sammle Unterschriften und unterstütz uns mit deiner Unterschrift, damit unsere Schule ein Ort für alle wird und sich niemand ausgeschlossen fühlt. Greif ein, wenn an deiner Schule, in der Nachbarschaft oder im Stadtteil Leute angepöbelt werden, weil sie sich durch ihre Kleidung, Sprache oder Hautfarbe von anderen unterscheiden!
Wir setzen uns dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam neue Wege finden, achtsam und wertschätzend miteinander umgehen.

Unsere Jugendinitiative setzt sich dafür ein, dass künftig in unserer Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.