Long- term Test: Lonako LED Positionslicht

Langzeittest: solarbetriebenes Positionslicht mit Fernbedienung

Liebhaber kleiner Boote haben oft Probleme mit der elektrischen Anlage, obwohl oder weil sie auf Dinge mit hohem Stromverbrauch wie Bierkühler, Plotter usw. verzichten. Es geht besonders bei kleinen Segelbooten mehr um das Segeln an sich und nicht um Technikschrott um schneller, am Besten noch schneller zu sein.

Die eingebaute elektrische Anlage ist häufig vernachlässigt. Das mag zum Einen daran liegen dass das Equipement aufgrund der engen Platzverhältnisse meist schwer zugänglich ist. Das führt dann schon mal zu Panikverdrahtungen, ungefetteten Fassungen und so. Auf der anderen Seite ist meist kein oder ein schwacher (weil leichter) Akku an Bord dessen Kapazität lieber für was anderes verwendet wird (z.B. Ghettoblaster). Landanschluss zum Aufladen: Zu schwer und schlecht zu stauen.

Eine preisgünstige Dreifarbenlaterne verspricht immerhin bei der wichtigen Beleuchtung ohne diese Widrigkeiten auszukommen, da ein Akku in der Lampe selbst verbaut ist, der sich praktischerweise durch eingebaute Solarzellen auflädt. Zudem gibt es auch noch eine kleine Funkfernbedienung. Grund genug der Sache auf den Grund zu gehen.

Langzeittest

Das Ziel: Die Lampe soll nach ca. einem Jahr den Test funktionierend vollenden. Wenn sie danach noch gut funktioniert, sind alle froh.

Der Plan: Da die Saison fast zuende ist muss das Teil eben zunächst im Winter zeigen was es kann. Danach gehts in der nächsten Saison an Bord damit und die Laterne muss bzw. soll diesen Alltag mitspielen.

Versuchsaufbau und Umsetzung: Die Positionslampe wird für die Zeit des kalten Regens (Herbst und Winter) an einer wetterbeaufschlagten Schuppenwand aufgehängt, ist dem Wetter ausgesetzt und wird willkürlich, immer mal wieder für unterschiedlich Laufzeiten ein- und ausgestellt. Danach, in der Saison 2020 geht’s auf einen Mast an Bord.

Fakten:

  • Bedienungsanleitung: Englisch und wahrscheinlich Chinesisch. Die Anleitung ist erfreulich kurz gehalten und schnell verständlich.

Unboxing, Unpacking, Begrabbeling

Versuchsaufbau Winter:

Erstes Fazit nach 2 Wochen:

  • Das Gerät macht was es soll. die Fernbedienung funktioniert auch ohne direkten „Sichtkontakt“ z.B. durch Glasscheiben und Fensterrahmen. Das ist wichtig und gut, da an Bord schliesslich Segel und Rigg den direkten Weg versperren.
  • Beim Einschalten an der Lampe und auch per Fernbedienung wird eine beim jeweiligen Auslösen des Schalters eine Art Funktionsschleife durchlaufen: Notsignal, Dreifarben, zwei Farben, noch irgendwelche Leuchtfunktionen in weiss und schliesslich Aus.

pastoor

#ingenieur #segler #sozialdemokrat #currywurst

7 Gedanken zu „Long- term Test: Lonako LED Positionslicht

  • 3. Juli 2020 um 22:39
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    Moinsen,
    Die Mastgirlande wird von mir auf einem 20 JK auf der Elbe und Nordsee gesegelt. Klappt tadellos. Befestigung unterm Windex an derselben Alustange mit etwas Tape und dem Befestigungskit. Also ist kein schrauben etc am Mast notwendig. Hell, und in jedem Fall deutlch besser als nix. BSH ist wie alles von den Behörden wieder min. 50 Jahre hinter der technischen Entwicklung und deshalb kein Maßstab. In jedem Fall besser als nix. Noch bin ich nicht gekentert und kann deshalb nix zum verschärften Härtetest oder zur Langzeithaltbarkeit sagen – würde mich aber interessieren. Bisher bin ich begeistert – habe nach so einer Lösung 10 Jahre gesucht.
    Übrigens sehr lustig mit der Fernbedienung in der Tasche neuen Gästen zu erklären das Lämpchen funzt auf klatschen oder zurufen – alle im Hafen sind dann ne Weile beschäftigt 😉
    Handbreit
    Jan

    Antwort
  • 17. Februar 2020 um 10:49
    Permalink

    Guten Tag, danke das du ein wenig zu der Lampe berichtest! Sie ist schon sehr interessant! Eine Frage die ich mir stelle ist sie zugelassen als Positionslampe?

    Antwort
    • 17. Februar 2020 um 18:12
      Permalink

      Moin aus Bremen, gute Frage.
      Die Lampe hat keinerlei sichtbaren Zulassungszettel oder siegelartige Aufkleber seitens des BSH oder so. Ist irgenwie schade für alle die wirklich alles korrekt machen wollen. Ich denke die Bauart und die Idee der Lampe (ohne externe Stromversorgung) werden aber richtungsweisend für Kleinsegelbootliebhaber werden; insofern muss die Lampe nun dadurch.

      Antwort
    • 22. April 2020 um 10:13
      Permalink

      Hallo aus der Schweiz!

      Bei mir sitzt das Navigationslicht auf dem Mast eines 20 Fuß Seglers. Grundsäzlich bin ich mit dem Licht zufrieden. Leider schaltet sich die Leuchte ab und zu selbstständig ein. Der Händler meint, es könnte an dem eingebauten Nebelsensor liegen und ich müsse diesen gegebenenfalls abdecken. Falls ihr ähnliche Erfahrungen mit dem selbstständigigen
      Einschalten der Leuchte habt, lasst es mich wissen.

      Gruß Marco

      Antwort
      • 24. April 2020 um 09:36
        Permalink

        Hallo in die schöne Schweiz,
        danke für die Information, Marco. Wir haben die Lampe bis jetzt nur im Garten gestestet. Eine praktische Prüfung am Mast entfällt bis jetzt aus bekannten Gründen. Mir ist aber auch aufgefallen, dass sich die Lampe „irgendwie in einen anderen Modus“ versetzt, ohne das ich diesen Umstand erklären kann; vor allem wenn sich der Akku zu leeren scheint. Sie blinkt dann weiss. Ich war mir gar nicht bewusst darüber, dass es einen Nebelsensor gibt. Nachprüfen kann ich es anhand der Beschreibung aber im Augenblick auch da Verpackung, Beschreibung und Laterne in der Werft sind und auf die Montage wartet. Vielleicht weiss der ein oder andere ja, wo sich der Nebelsensor versteckt. Ich würde es dann hier veröffentlichen.
        Grüsse. Stefan.

        Antwort

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